Welpe auf Schulter eines jungen Mannes.

Top & Flop

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Top & Flop: So funktioniert es


Was war gut für das Tierwohl? Und was schlecht? Mit der Aktion «Top & Flop» will der Schweizer Tierschutz STS anhand konkreter Beispiele und Ereignisse den Menschen die Augen öffnen. Für schlechte Tierhaltung beispielsweise oder gar Tierquälerei gibt es vom STS einen Daumen runter. Für vorbildlichen Tierschutz und Tier-Engagement zeigt der STS den Daumen nach oben. Wir stellen nicht bloss und prangern nicht an. Aber wir nennen die Dinge beim Namen und zeigen auf, wie es besser geht.

Haben Sie etwas gesehen, etwa in den Medien, das ein Top oder Flop verdient?
Dann schreiben Sie eine Mail an: sts@tierschutz.com.

Bitte immer mit Quellenangabe, Link o.ä. Wir prüfen das Thema und entscheiden sorgfältig, ob sich das Beispiel
für die Aktion «Top & Flop» eignet.

Vielen Dank fürs Mitmachen.

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Daumen runter für Einsatz von Eseln im Herdenschutz

Die jurassische Kantonsrätin Francine Stettler reichte im Dezember 2023 einen Vorstoss ein, der den Einsatz von Eseln zum Schutz von Schaf- und Ziegenherden vor dem Wolf fordert. Diese Lösung, die in einigen wenigen Kantonen punktuell vor Jahren umgesetzt wurde (Waadt, Fribourg, Luzern), erfordert eine Ausnahmegenehmigung. Francine Stettler argumentiert damit, dass Esel sich anders verhalten als Pferde und sich somit u.a. gut mit Schafen abfinden könnten. Auch für Daniel Mettler, Verantwortlicher für Herdenschutz bei Agridea, der landwirtschaftlichen Beratungszentrale, kann der Einsatz von Eseln in bestimmten Fällen tatsächlich eine Lösung sein.

Der STS meint: Daumen runter für diese nicht tiergerechten Forderungen. 

Esel sind für den Herdenschutz nicht geeignet. Sie verteidigen nur ihr eigenes Territorium und können bei Wolfsangriffen ebenfalls gefährdet sein. Esel brauchen nicht nur Sicht-, Hör- und Geruchskontakt zu Equiden im Allgemeinen, sondern immer auch Kontakt zu Artgenossen, also zu anderen Eseln (so auch im aktuellen Revisionsentwurf der Tierschutzverordnung des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV). Zudem müssen sie immer die Möglichkeit haben, sich unter einem trockenen Unterstand aufzuhalten. Ihr Fell ist nicht wasserabweisend und bei Regen und Kälte können Esel schnell krank werden. Zudem ist eine tägliche Gesundheitskontrolle und Tränkung notwendig, was nach Erkenntnissen des STS bei der Alpsömmerung meist vernachlässigt wird. 

Lamas und Esel werden vom Bund nicht als Herdenschutztiere unterstützt, da der Schutz bisher nicht ausreichend nachgewiesen werden konnte. Zudem untersagt die Tierschutzgesetzgebung die Einzelhaltung von Neuweltkameliden und Equiden. Lamas dürfen also zu Herdenschutzzwecken ebenso wie Esel nicht alleine in den Schafen gehalten werden.

Sowohl der Einsatz als Herdentiere als auch die Bewilligung von Einzelhaltungen sind strikte abzulehnen. Der STS fordert Francine Stettler, Agridea und die Kantone auf, die Bedürfnisse und Besonderheiten von Eseln endlich anzuerkennen.

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Daumen runter für Walliser Jäger und Regierung

Eine Tierhalterin aus Bern hielt ihren Goldfisch während fünf Jahren ohne einen einzigen Artgenossen. Dem Aquarium fehlte jegliche Einrichtung, es enthielt auch keine Pflanzen, Steine oder sonstigen Materialien, die dem Zierfisch als Ruhe- oder Rückzugsort hätten dienen können. Im Sommer 2023 wurde zudem festgestellt, dass der Wasserbewohner in den vorangehenden drei Monaten nur in einem kleinen runden Gefäss gehalten worden war. Das Haustier war folglich dazu verdammt, sich im Kreis zu drehen.

Neuerdings nutzen Walliser Jäger Hütten für die Wolfsjagd und schiessen von dort Richtung Wildruhezone. Die Nutzung von Jagdhütten ist üblicherweise auf der Jagd nicht erlaubt. Der  Kanton Wallis trickst hier mit der Begründung, es handle sich ja nur um provisorische Einrichtungen. So oder so: Vom STS gibt es für dieses unfaire Vorgehen einen Daumen runter – Flop!

Offensichtlich soll mit den Hütten versucht werden, in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Wölfe abzuschiessen. So steht eine Hütte am Rand einer Wildruhezone. Von Ruhezone kann also keine Rede mehr sein. Es werden zudem bewusst Risiken in Kauf genommen, denn Wanderwege und Routen von Wintersportlern befinden sich in unmittelbarer Nähe und sind nicht gesperrt. Erst kürzlich kam es zu einem Fehlabschuss, als ein Herdenschutzhund mit einem Wolf verwechselt und erlegt wurde. Es ist zu befürchten, dass in Folge solcher Schnellschüsse, weitere Unfälle passieren.

Eine Regulierung von Wölfen ist nur dort zu rechtfertigen, wo diese nachgewiesenermassen grosse Schäden angerichtet haben, trotz Umsetzung geeigneter Herdenschutzmassnahmen. Alle anderen Massnahmen helfen nicht, die Situation der Nutztiere zu verbessern. Es scheint, das eigentliche Ziel ist es, den Wolf in der Schweiz auszurotten.

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Daumen hoch für Veterinäramt Aargau

Seit Jahren kritisiert der STS die Zucht von brachyzephalen Katzen wie Perser oder Exotic Shorthair, sogenannte Extremzuchten. Nun wurde erstmals gehandelt. Das Veterinäramt Aargau hat ein Zuchtverbot für einen Züchter von Exotic Shorthair verhängt. Es handelt sich ausgerechnet um den Präsidenten des Dachverbandes der Katzenzüchter der Schweiz (FFH). 

Der STS sagt: Daumen hoch! Denn die eigentlich bestehenden Vorschriften gegen solche Extremzuchten werden in der Regel viel zu lasch oder gar nicht durchgesetzt. Dass das Aargauer Veterinäramt nun durchgreift, ist aus Sicht des STS sehr positiv. 

Mehr Informationen:

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Daumen hoch für Fressnapf

Fressnapf Schweiz hält soziales Engagement und Tierschutz für sehr wichtig. Fressnapf spendet mit der Initiative «Tierisch engagiert» fast 60 000 Franken für Menschen, Tiere und Organisationen. Darunter finden sich besondere Projekte verschiedener Tierschutzorganisationen, auch des Schweizer Tierschutz STS. Wir sagen Danke und halten den Daumen hoch – Top!

«Wir freuen uns sehr, dass eine so beachtliche Spendensumme zusammengekommen ist und wir gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden wichtige Projekte für Mensch und Tier unterstützen können. Mit «Tierisch engagiert» möchten wir ausserdem zeigen, wie sehr Tiere unser Leben bereichern. Uns liegt das Wohl der Tiere sehr am Herzen», sagt Hermann Aigner, Geschäftsführer Fressnapf Schweiz.

Fonds für alte und schwer vermittelbare Heimtiere des Schweizer Tierschutz STS

19 810 Franken gehen an den Fonds für alte und schwer vermittelbare Heimtiere des Schweizer Tierschutz STS. Tausende von Hunden, Katzen und anderen Haustieren landen jedes Jahr aus den verschiedensten Gründen im Tierheim. Viele der älteren und verhaltensgestörten Heimtiere warten meist vergeblich auf ein neues Zuhause. Der Fonds des Schweizer Tierschutz STS richtet Beiträge an die Tierheime der STS-Sektionen, die Heimtiere in Obhut haben und infolge ihres Alters oder aus anderen Gründen nicht oder schlecht vermittelbar sind. Damit soll ihnen ein artgerechtes, tierfreundliches Leben ermöglicht werden, solange sie gesund und lebensfroh sind. «Diese Tiere brauchen unseren Schutz und unsere Zuwendung», sagt Katja Polzin, Geschäftsführerin Administration des STS.

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Daumen runter für fehlbare Goldfisch-Halterin

Eine Tierhalterin aus Bern hielt ihren Goldfisch während fünf Jahren ohne einen einzigen Artgenossen. Dem Aquarium fehlte jegliche Einrichtung, es enthielt auch keine Pflanzen, Steine oder sonstigen Materialien, die dem Zierfisch als Ruhe- oder Rückzugsort hätten dienen können. Im Sommer 2023 wurde zudem festgestellt, dass der Wasserbewohner in den vorangehenden drei Monaten nur in einem kleinen runden Gefäss gehalten worden war. Das Haustier war folglich dazu verdammt, sich im Kreis zu drehen.

Weil der Goldfisch-Halterin das Tierwohl offensichtlich egal war, hält der Schweizer Tierschutz STS symbolisch den Daumen nach unten – Flop! Denn ein Goldfisch-Aquarium muss mindestens 120 cm lang und 50 cm breit sein. Tierschutz und Wildtierverordnung schreiben zudem vor, dass die Becken über Sichtschutz und Rückzugsmöglichkeiten verfügen müssen und nicht von allen Seiten einsehbar sein dürfen. Ebenfalls wichtig: Als Schwarmfische dürfen Goldfische nicht allein gehalten werden.

Die Frau wurde nun von der Staatsanwaltschaft Bem-Mitteland wegen Tierquälerei zu einer Geldstrafe von 6000 Franken verurteilt, wie 20 Minuten berichtete. Der Vollzug der Geldstrafe wird unter Ansetzung einer zweijährigen Probezeit aufgeschoben. Dennoch muss sie eine Verbindungsbusse von 1200 Franken sowie 500 Franken Gebühren bezahlen. «Mit dieser Haltung litt der Goldfisch über Jahre, was die Beschuldigte in Kauf nahm», so die Staatsanwaltschaft Bern-Mitteland.

Schwarz weisse Katze die hinter einem Metall Gitter sitzt.

Unterstützen Sie uns, den Tieren zu helfen

Helfen Sie uns, den Tieren zu helfen. Mit Ihrer Spende arbeiten wir hartnäckig auf spürbare Verbesserungen für Tiere in Not hin. Die Fach- und Beratungsstellen des Schweizer Tierschutz STS und seine Sektionen setzen sich wirkungsvoll für das Wohl der Tiere ein. Das versprechen wir Ihnen.

Der STS ist als gemeinnützige Institution anerkannt. Ihre Spende können Sie deshalb in der Steuererklärung als Abzug geltend machen.