Hilfe für Tiere in Not

Ukraine – Tiere in Not


Aufgrund der aktuellen Notlage in der Ukraine sind tausende Menschen gezwungen, ihr Heimatland zu verlassen. Viele davon flüchten mit dem Nötigsten – mitunter auch ihren geliebten Haustieren. Geflüchtete und ihre Heimtiere brauchen dringend Unterstützung in Form von medizinischer Versorgung, Futter und Unterkunft. Obwohl diese Erstversorgung momentan Priorität hat, werden die Tiere in der Ukraine weiterhin unsere Hilfe brauchen. Deshalb planen wir bereits jetzt weitere Massnahmen.

Das Problem für Tiere in der Ukraine

Die kriegerische Entwicklung in der Ukraine hinterlässt unermesslich viel Zerstörung, Not und Verzweiflung. Frauen, Kinder und ältere Menschen, die ihr Heimatland fluchtartig verlassen müssen, nehmen nur das wichtigste mit: einen Rucksack, einen Koffer und das geliebte Haustier. Dank grossartiger Solidarität finden sie auch in der Schweiz Zuflucht – teilweise mitsamt ihren Heimtieren. Menschen und Tiere sind dringend auf Unterstützung angewiesen, weshalb der Schweizer Tierschutz STS und seine Sektionen unkomplizierte Hilfe anbieten.

Flüchtende mit Haustieren haben viele, zusätzliche Hürden zu überwinden. Einerseits haben nur ausgewählte Unterkünfte eine Erlaubnis zur Tierhaltung, und auch Gastfamilien sind – aufgrund von Platz, Hausordnung etc. – bei der Aufnahme von Haustieren eingeschränkt. Andererseits müssen alle Haustiere, die Flüchtende aus der Ukraine begleiten, in der Schweiz registriert und medizinisch versorgt werden. Es sind jedoch nicht nur die Tiere, die erfolgreich mit ihren Familien in die Schweiz flüchten konnten, auf Hilfe angewiesen. Auch diejenigen, die in der Ukraine geblieben sind, benötigen Hilfsgüter und Unterstützung.

Die Lösung für Geflüchtete mit Tiere aus der Ukraine

Um allen Kriegsflüchtenden mit Haustieren ihre Ankunft in der Schweiz so weit wie möglich zu vereinfachen, bietet der Schweizer Tierschutz STS gemeinsam mit Mitgliederorganisationen wichtige Informationen sowie Hilfsangebote an.

Wir helfen Flüchtende aus der Ukraine, die mit ihren vierbeinigen Familienmitglieder einreisen, dabei, Unterkünfte mit Erlaubnis zur Tierhaltung zu finden, haben Anlaufstellen zur medizinischen Versorgung zusammengetragen und Checklisten für die Anmeldung des Haustiers beim Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen erstellt. Auch Tierfreundinnen und Tierfreunde, die Hilfe anbieten möchten, erleichtern wir die Suche nach Informationen. Wir haben Annahmespenden für Tierfutter- und Tiermaterialspenden aufgelistet sowie die wichtigsten Vermittlungsplattformen für alle, die eine Unterkunft anbieten können.

Nicht zuletzt möchten wir auch allen Tieren helfen, die in der Ukraine geblieben sind und eine traumatische Notlage erleben. In Form von Hilfsgütern und finanziellen Spenden kann den Aufnahmestellen, Tierheimen und Tierärzten geholfen werden.

Unser Einsatz


Der Schweizer Tierschutz STS und seine ihm angeschlossenen Tierheime bieten für Flüchtende kostenlose Unterbringungsmöglichkeiten für Hunde, Katzen, Nager, Kaninchen, Vögel und Reptilien an. In den Tierheimen werden die Tiere professionell betreut und unter besten Bedingungen gehalten. Es besteht zudem meist die Möglichkeit, dass die Tiere besucht werden können. Die Tierheime sind über die gesamte Schweiz verteilt.

Für alle, die Flüchtende mit Haustieren unterstützen oder eine Unterkunftsmöglichkeit anbieten möchten, in der Mensch und Tier zusammenbleiben können, erleichtern wir den Kontakt zu Vermittlungsplattformen.

Zudem bieten verschiedene Tierarztpraxen und Kliniken kostenlose oder vergünstigte Erstbehandlungen von Heimtieren aus der Ukraine an. Details zu den Konditionen sind jeweils direkt mit den entsprechenden Praxen und Kliniken zu klären.


Informationen für Flüchtende

Angesichts der humanitären Krise in der Ukraine wurden die Vorgaben für die Einreise von Hunden und Katzen, die Flüchtende aus der Ukraine begleiten, vorübergehend gelockert. Damit die Tiere später wieder aus der Schweiz ausgeführt werden können, müssen sie gemeldet werden.

Deshalb ist es wichtig, dass alle Tiere bei der Ankunft registriert werden und erfasst wird, ob sie gegen Tollwut geimpft sind. Hunde und Katzen, die nicht geimpft sind, oder bei denen Zweifel bestehen, werden in der Schweiz geimpft. Hierfür werden alle Tierhalterinnen und Tierhalter gebeten, ein Anmeldeformular auszufüllen. Falls weitere Massnahmen nötig sind, werden sie direkt vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) kontaktiert,

Unterstützen Sie die Tiere in der Ukraine

Menschen und Tiere, die aus der Ukraine flüchten, brauchen unsere Hilfe und Unterstützung. Der STS und seine Mitgliedsorganisationen helfen aktiv mit, medizinische Versorgung, Futter und Unterkünfte zu organisieren. Obwohl diese Erstversorgung zurzeit Priorität hat, brauchen auch die zurückgelassenen Tiere in der Ukraine unsere Hilfe.