Tiertransporte: Nacht- und Sonntagsfahrten künftig erlaubt – ein Gewinn fürs Tierwohl
Ab Juli dürfen in der Schweiz Tiere neu auch in der Nacht sowie an Sonn- und Feiertagen transportiert werden. Der Schweizer Tierschutz STS begrüsst diese Anpassung ausdrücklich. Sie trägt dazu bei, die Belastung für Tiere während Transporten spürbar zu reduzieren – insbesondere angesichts der zunehmenden Hitzetage im Sommer.
Lebende Tiere reagieren empfindlich auf hohe Temperaturen. Während eines Transports sind sie Stressfaktoren wie Hitze, eingeschränktem Platzangebot, längeren Fahrzeiten oder Staus ausgesetzt. Gerade in den Sommermonaten kann dies für die Tiere zur ernsthaften Belastung werden. Die Möglichkeit, Transporte in die kühleren Nachtstunden zu verlegen oder an verkehrsärmeren Tagen durchzuführen, ist deshalb aus Sicht des STS ein wichtiger Schritt zum besseren Schutz des Tierwohls.
Die Anpassung betrifft zahlreiche Tiergruppen. Dazu gehören etwa Alptiere, die im Rahmen des Alpauf- und Alpabtriebs über teils lange Distanzen transportiert werden, sowie besonders empfindliche Jungtiere wie Ferkel oder Junghennen. Auch im Kontext von Zucht- und Haltungsprozessen entstehen regelmässig Tiertransporte, bei denen die neuen Regelungen eine deutliche Entlastung bringen können.
Der STS hatte sich bereits im Rahmen der Vernehmlassung klar für eine Flexibilisierung des Nacht- und Sonntagsfahrverbots ausgesprochen. Umso erfreulicher ist es, dass dieses Anliegen nun aufgenommen wurde. Die Befürchtung, dass die Lockerung zu einer generellen Zunahme von Tiertransporten führen könnte, erachtet der STS als gering. Entscheidend ist, dass bestehende Transporte tiergerechter gestaltet werden können.
Für den Schweizer Tierschutz STS ist klar: Diese Anpassung ist eine sinnvolle und notwendige Massnahme, um den Herausforderungen des Klimawandels auch im Bereich der Tiertransporte gerecht zu werden. Sie ermöglicht es, das Wohl der Tiere während des Transports nachhaltig zu verbessern – ein Ziel, das im Zentrum jeder tierschutzpolitischen Weiterentwicklung stehen muss.
