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Qualzucht bei Hunden und Katzen: Warum das Problem wächst statt kleiner wird

Französische Bulldoggen sind in der Schweiz eine der beliebtesten Hunderassen, Möpse und Schottische Faltohrkatzen gehören ebenfalls zu den gefragten Heimtieren. Gleichzeitig ist seit Jahren belegt: Viele dieser Tiere leiden unter Atemnot, Schmerzen und weiteren zuchtbedingten Beschwerden. Trotzdem bleibt die Nachfrage hoch. Warum ist das so und was müsste sich ändern?


Viele Qualzuchten haben eines gemeinsam: Merkmale, die Menschen niedlich oder aussergewöhnlich finden, sind für die Tiere eine Belastung. Kurzköpfige Hunde wie Möpse oder Französische Bulldoggen leiden häufig unter Atemproblemen. Andere Tiere kämpfen mit Fehlstellungen, Augenkrankheiten, Hautproblemen oder chronischen Schmerzen. Bei Schottischen Faltohrkatzen etwa sind die charakteristischen geknickten Ohren die Folge eines Gendefekts, der den gesamten Bewegungsapparat betreffen kann.

Warum Qualzuchten trotzdem beliebt bleiben

Wer einer Französischen Bulldogge oder einem Mops begegnet, versteht rasch, weshalb diese Tiere so gefragt sind. Grosse Augen, runde Gesichter und kurze Nasen erinnern an menschliche Babys. Fachleute sprechen vom sogenannten Kindchenschema. Es löst Fürsorgeinstinkte aus und macht die Tiere besonders attraktiv. Hinzu kommen gesellschaftliche Trends: Bestimmte Rassen sind auf Social Media, in Werbekampagnen oder bei prominenten Persönlichkeiten präsent, das Aussehen steht dabei im Vordergrund. Gesundheitliche Probleme werden oft unterschätzt oder verharmlost: Schnarchen, Röcheln und lautes Atmen gelten bei manchen Rassen fälschlicherweise als normal.

Gesetze existieren – der Vollzug hapert

Die Schweiz verfügt bereits heute über gesetzliche Regelungen gegen belastende Zuchtformen: Tiere dürfen nicht auf Eigenschaften gezüchtet werden, die Schmerzen, Leiden oder Schäden verursachen. Trotzdem bleibt das Problem bestehen. Aus Sicht des STS liegt dies weniger an fehlenden Regeln als an deren Umsetzung. Bestehende Vorschriften werden nicht überall konsequent kontrolliert und durchgesetzt. Hinzu kommt: Viele Tiere werden mittlerweile aus dem Ausland importiert, oft ohne, dass für Käuferinnen und Käufer nachvollziehbar ist, unter welchen Bedingungen sie gezüchtet wurden.

Warum ein Zuchtverbot allein nicht reicht

Ein nationales Zuchtverbot für einzelne Qualzuchtrassen erscheint auf den ersten Blick naheliegend. Das Problem: Solange die Nachfrage bestehen bleibt, drohen noch mehr Tiere aus dem Ausland importiert zu werden. Das Tierleid würde sich dadurch nicht auflösen, sondern verlagern. Gleichzeitig wäre es deutlich schwieriger zu kontrollieren, unter welchen Bedingungen die Tiere gezüchtet, gehalten und transportiert wurden. Aus Sicht des STS braucht es deshalb mehr als ein Zuchtverbot allein: zusätzliche Rassenverbote müssen mit einer wirksamen Importkontrolle einhergehen, sonst verlagert sich das Problem nur ins Ausland. Deshalb soll geprüft werden, ob weitere Qualzuchtrassen verboten werden sollten. Dass schärfere Regeln machbar sind, zeigt das Beispiel Niederlande: Dort gelten für einzelne problematische Rassen bereits strengere Vorgaben als in der Schweiz.

Monika Benninger, Tierärztin und Präsidentin des Tierschutz Thun und Region sieht das ähnlich: «Verböte man diese Zuchten in der Schweiz, würden die Importe ansteigen. Wir brauchen mehr Regulierung, Kontrollen und vor allem Importverbote.»  Im Interview mit der Zeitung «der Bund» erklärt sie, wieso Qualzuchten beliebt sind, warum Herr und Frau Schweizer dafür gerne tief in ihre Taschen greifen und wieso Importe problematisch sind. Hier geht es zum Artikel (abopflichtig)

Der STS setzt sich insbesondere für folgende Massnahmen ein:

  • Gesundheit vor Aussehen: Tiere mit zuchtbedingten Belastungsmerkmalen dürfen nicht länger zur Zucht eingesetzt werden.
  • Konsequenterer Vollzug: Bestehende gesetzliche Vorgaben müssen schweizweit einheitlich kontrolliert und durchgesetzt werden.
  • Importe stärker kontrollieren: Problematische Zuchtformen dürfen nicht über den Auslandhandel unkontrolliert in die Schweiz gelangen.

Darüber hinaus braucht es mehr Sensibilisierung: Wer sich vor der Anschaffung eines Tieres informiert und Gesundheit stärker gewichtet als das Aussehen, trägt dazu bei, dass problematische Zuchtformen weniger nachgefragt werden.et, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet.

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