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Feuerwerksinitiative: STS ist enttäuscht über Gegenvorschlag

Der Nationalrat hat diese Woche die Volksinitiative «Für eine Einschränkung von Feuerwerk» behandelt und einen indirekten Gegenentwurf beschlossen. Dieser verbietet Feuerwerkskörper, die ausschliesslich zur Knallerzeugung bestimmt sind – umgangssprachlich «Böller». Er verzichtet auf jegliche weitere Einschränkung von Feuerwerk. Wir sind von diesem Entscheid enttäuscht: Damit ignoriert der Nationalrat die Bedürfnisse eines Grossteils der Bevölkerung.


Sogenannte Böller machen nur einen Bruchteil der Feuerwerkskörper aus, die Lärm verursachen. Ein Böllerverbot als indirekter Gegenvorschlag zur Initiative greift daher entschieden zu kurz. Der Nationalrat suggeriert damit, dass Menschen, Tiere und die Umwelt keinen besseren Schutz vor den negativen Auswirkungen von lautem Feuerwerk benötigen. Tatsächlich sind jedoch weitergehende Einschränkungen für den privaten Gebrauch von lauten Feuerwerkskörpern nötig.

Ein Grossteil der Schweizer Stimmbevölkerung möchte an der aktuellen Situation etwas ändern. Die jüngsten kommunalen Entscheide in Bauma (ZH) und Rüti (ZH) zu einer weitgehenden Einschränkung von Feuerwerk bekräftigen, dass diese von der Bevölkerung gewünscht ist.

Wir halten weiter an der Initiative fest und rufen nun den Ständerat auf, dieses deutliche Signal aus der Bevölkerung ernst zu nehmen und den Gegenentwurf zu verschärfen.

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